Herausforderung Gruppendiskussion

Herausforderung Gruppendiskussion

Gruppendiskussionen, für Sie sicher eine großartige Sache, denn es spart Zeit, Sie müssen nicht mit jedem Teilnehmer einzeln reden, die Gesprächsteilnehmer beflügeln sich gegenseitig und kommen somit auf Antworten, auf die sie im Einzelgespräch vielleicht nicht gekommen wären. Für die Transkription ist die Gruppendiskussion eine besondere Herausforderung. Umso mehr, da bedingt durch die Corona-Situation die Gespräche anders ablaufen, mehr Abstand oder gleich via Skype oder ähnlichem. In einem anderen Artikel bin ich auf Gruppendiskussionen kurz schon eingegangen, möchte das aber noch einmal vertiefen.

Bitte bedenken Sie: Sie kennen das Thema, Sie kennen die Fachbegriffe, Sie sehen die Teilnehmer, wenn sie reden, Sie wenden sich dem gerade redenden Teilnehmer zu und „überhören“ dadurch, wenn jemand dazwischenredet. In der Aufnahme sind im besten Fall alle gleich laut und somit ist eine Stimme, wenn nicht sogar beide, für den „nur Zuhörer“ nicht mehr zu verstehen.

Informationen erleichtern die Transkription

Bitte teilen Sie mit, wie viele Personen am Gespräch teilgenommen haben, inclusive der Personen, die die Fragen stellen, also mindestes Sie selbst. Es verunsichert bei der Transkription ungemein, wenn man die Personenzahl nicht kennt. Plötzlich ist eine andere Stimme da. Gab es die schon einmal? Habe ich das überhört oder war es nur eine andere Betonung einer bereits erfassten Person? Besonders bei Gruppen, wenn ein Geschlecht überwiegt, also mehr oder alle weiblich oder männlich sind, ist die Personenzuordnung ohnehin schon nicht immer einfach. Es wird, je nach Personenzahl und Zusammensetzung der Gruppe, immer eine Stimmprobe zum Vergleich benötigt. Eine Vorstellung der Teilnehmer, die nicht nur aus dem Namen besteht, sondern im besten Fall einige Sätze umfasst, ist da ungemein hilfreich.

Sie möchten von der Gruppe etwas erfahren, das Gespräch später auswerten. Also bitte, moderieren Sie die Diskussion, stellen Sie zu Beginn Regeln auf. Denn: Selbstläufer funktionieren nicht, am Ende reden alle durcheinander. Sicher haben Sie im TV schon einmal eine Diskussion verfolgt und den Kopf geschüttelt, weil alle gleichzeitig reden. Dabei hat man noch den Vorteil, dass man sieht, wer da spricht. Eine einzelne Stimme dann nur nach Gehör rauszufiltern ist äußerst mühsam, teilweise unmöglich. Fragen Sie Ihre Gruppe, ob es möglich ist, statt einer reinen Tonaufnahme ein Video zu drehen. Dann kann ich sehen wer gerade redet. Oder legen Sie eine Reihenfolge fest, sprechen Sie die Teilnehmer mit ihrem Namen an. Diese zu anonymisieren ist keine große Sache. Oder verteilen Sie Platzkarten, Teilnehmer A, B, C und so weiter und sprechen Sie die Personen so an. Das hätte auch zur Folge, dass Sie, trotz dieser Anonymisierung, auch bei der Auswertung wissen, wer, was gesagt hat. Aber auch wichtig: Fallen Sie den Teilnehmern nicht selbst ins Wort, lassen Sie sie ausreden.

Eine typische Situation ist zum Beispiel auch, wenn jemand redet und alle anderen anfangen zu lachen. Der Teilnehmer redet weiter, ist aber nicht mehr zu verstehen. Bitten Sie ihn doch, das Gesagte noch einmal zu wiederholen, denn oft ergibt der Rest, wenn man ihn wieder versteht, keinen Sinn mehr.

Den richtigen Ton treffen

Aktuell leben wir in der Corona-Zeit. Bitte beachten Sie den Ton bei der Aufnahme besonders. Eventuell sitzen die Teilnehmer weiter auseinander. Damit wird die Aufnahme viel leiser. Man kann den Ton verstärken, aber leider verstärkt man damit nicht nur die Sprache, sondern auch alle Nebengeräusche oder es entsteht ein Rauschen. Bei einer Gruppe ist immer eine gewisse Unruhe im Hintergrund. Man kann schließlich nicht erwarten, dass alle stocksteif dasitzen. Aber bitten achten Sie auf weitere Störquellen. Schließen Sie die Fenster. Lieber eine Pause mehr, in der gelüftet wird, als permanenter Verkehrslärm in der Aufnahme. Weitere Tipps für eine gute Aufnahme finden Sie in einem anderen Blogbeitrag.

Bild: shutterstock | Rawpixel.com

Teil 1: Die effektive Bürogestaltung

Teil 1: Die effektive Bürogestaltung

Georg Lichtenberg hat dereinst gesagt, dass grundsätzlich Unkenntnis darüber besteht, ob etwas alleinig durch den Umstand der Veränderung Verbesserung eintritt. Lichtenberg war sich jedoch sicher, dass eine Veränderung für eine Verbesserung als Grundsatz angesehen wird. Die Arbeit im Büro ist für dieses Zitat regelrecht prädestiniert, da sich gute Arbeitsergebnisse nur durch eine perfekt ausgearbeitete Büroorganisation erreichen lässt. Die Gestaltung der Büroräumlichkeiten ist dementsprechend für organisierte Arbeitstätigkeiten grundlegend und Ordnung ist bekanntermaßen dabei das halbe Leben!

Die richtige Ausstattung wählen

Zur Grundausstattung eines jeden Büros gehört selbstverständlich ein Schreibtisch, auf welchem alle für die Arbeitstätigkeit erforderlichen Werkzeuge wie beispielsweise ein Laptop oder ein Telefon Platz finden. Der Schreibtisch sollte stabil und einladend sein und auch Platz für persönliche Dinge des Nutzers bieten. Gewerbetreibende, deren Umsatz auf Kundenkontakt basiert, sollten überdies auch genügend Stauraum für Akten oder Dokumente in dem Büro haben. In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung sind jedoch die klobigen altmodischen Aktenschränke eher ein Relikt der Vergangenheit. Sie wurden mehr oder minder vollständig ersetzt durch externe Festplatten, die in dem Schreibtisch ebenfalls einen sicheren Platz haben sollten.

Organisationsmaßnahmen

Die Grundausstattung in einem Büro ist jedoch nur ein Aspekt der organisierten Arbeit. Selbstverständlich solltest du, wenn du in deinem Büro deiner Arbeitstätigkeit nachgehst, auch alle wichtigen Dinge im Überblick behalten können. Die Grundordnung auf dem Schreibtisch ist hierfür essenziell, damit du bei der Kundenauftragsbearbeitung oder bei der Durchführung einer Dienstleistung für einen Kunden nicht erst zeitaufwendig nach erforderlichen Dokumenten bzw. Unterlagen suchen musst. Die Grundmaxime hierbei lautet, dass auf einem Schreibtisch nur die wirklich wichtigen Dinge Platz haben sollten. Die restlichen Dinge können für die Zeit, in der sie nicht benötigt werden, in einem Ablagesystem Platz finden.

Durch ein Ablagesystem die Effektivität steigern

Ein Ablagesystem kann auf vielfältige Art und Weise eingerichtet werden. durch Hängeregale wird es möglich, dass Ordner oder Mappen auch in kleineren Räumlichkeiten einen guten Platz mit schnellen Zugriffsmöglichkeiten finden. Das Grundsystem, das deinem Ablagesystem zugrunde liegt, kann dabei völlig individuell auf deine Bedürfnisse zugeschnitten werden. Wichtig ist nur, dass du den Überblick hast und dementsprechend schnell und effektiv auf die von dir benötigten Dokumente oder Mappen bzw. Ordner Zugriff hast. Die Beschriftung der Mappen und Ordner sind hierfür überaus wichtig und du solltest von vornherein ein großes Augenmerk auf penible Ordnung legen. Vergiss dabei niemals die sogenannte “Broken-Window-Theorie”, welche jedes noch so penibel und gut geführte System zum Einsturz bringen kann. Die Broken-Window-Theorie besagt in vereinfachter Form, dass, wenn einmal von der Grundordnung abgewichen wird, das ganze Ordnungssystem ad absurdum geführt wird und dass dann ein völliger Neustart der gesamten Ordnung erforderlich wird.

Den mentalen Wohlfühlaspekt nicht vergessen

Ein wichtiger Aspekt der Gestaltung von Büroräumlichkeiten sind auch sogenannte Wohlfühloasen, in denen du kurz einmal innehalten und neue kreative Energie tanken kannst. Sowohl Selbstständige als auch Angestellte in Unternehmen verbringen im Büro zumeist mindestens 8 Stunden täglich, sodass ein gewisser Wohlfühleffekt überaus wichtig ist. Bedenke dabei, dass nur derjenige Mensch gute Arbeitsergebnisse abliefern kann, der sich seiner Arbeit in einer guten und gesunden Umgebung widmen kann. Die persönliche Motivation spielt hierbei eine entscheidende Rolle und durch kleinere private Gegenstände wie beispielsweise ein Foto von deinen Liebsten oder sogar eine kleine Pflanze kannst du dir innerhalb von kürzester Zeit mit minimalstem Aufwand deine eigene kleine Wohlfühloase an deinem Büroarbeitsplatz schaffen.

Fazit: Büroorganisation hört niemals auf

Hast du den Grundstein für die Gestaltung deiner Büroräumlichkeiten erst einmal gelegt, kannst du dich frisch ans Werk begeben. Wenn die Auftragslage gut ist wirst du jedoch sehr schnell feststellen, dass die Einhaltung der Ordnung eine durchaus herausfordernde Mission sein kann. Als Grundsatz solltest du für dich festlegen, dass es in deinem Büro keine Papierstapel geben darf. Papierstapel sind oftmals der Anfang vom Ende der Ordnung. Lassen sich die Papierstapel nicht vermeiden solltest du zumindest einmal pro Quartal das Büro wieder gründlich aufräumen.

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